Abram Kornelius Driediger

ist am 21.01.2019 im Alter von 99 Jahren, 4 Monaten und 4 Tagen verstorben.

Geboren: 17.09.1919
Geburtsort: Kanzerovka – Gebiet Orenburg
Letzter Wohnort: Köln

Lebenslauf von Abram Driediger

Abram Driediger wurde am 17.09.1919 als Sohn von Anna und Kornelius Driediger in Kanserowka geboren. Er wuchs mit seinen Geschwistern Kornelius, Dietrich, Hans, Anna, Maria und Katharina auf, wobei Katharina schon früh gestorben ist. In Kanserowka hat Abram seine zukünftige Frau Anna kennengelernt, sie haben fünf Jahre zusammen die Schule besucht. Am 1. Oktober 1939 haben sie geheiratet. Einen Tag nach der Hochzeit wurde Abram in die Armee eingezogen, so wie alle Männer im Dorf – unter anderem sein Schwiegervater, den er nie wiedergesehen hat. Zwei Jahre muste Abram in Armenien als Soldat Panzer fahren. Jeden Tag sah er den Berg Ararat, wo laut Überlieferungen die Arche Noah gelandet sein soll. Mit seiner Frau konnte er nur Briefe schreiben. Durch das Stalin-Regime wurde er 1941 nach Kasachsten verschleppt und in einem Zwangsarbeitslager für Russlands deutsche (Trudarmee) als LKW-Fahrer eingesetzt. Da er wegen der Kommandantur nicht zu seiner Frau zurückkehren konnte, kam Anna mit ihrer Tochter 1948 zu ihm nach Kasachstan.                                                                                                                Bis 1953 blieb die Familie in Kasachstan und empfingen ihre zwei weitere Kinder Viktor und Lisa. In Erwartung des vierten Kindes , ist die Familie wieder zu ihrer Heimat Kanserowka aufgebrochen. Dort sind dem Ehepaar Driediger noch die Kinder Kornelius, Maria und Katharina geboren. 1963 zogen Abram und Anna mit ihren sechs Kindern nach Kirgisistan, wo sie viele glückliche Jahre verbracht haben. 1988 zog die Familie nach Deutschland. In Köln wurden Anna und Abram in der Evangelisch-Freikirchliche Baptistengemeinde aufgenommen. Trotz mehrere Umzüge durfte das Ehepaar zusammen die Diamanten-und Gnadenhochzeit feiern. Nach 72 Ehejahren geht Anna früher Heim als Abram. Er sehnte sich sehr nach ihr und wünschte sich ein schnelles Wiedersehen mit seiner geliebten Frau. Es dauerte fast sieben Jahre – nun darf auch er Heimgehen. Er hinterlässt 6 Kinder, 25 Enkelkinder, 45 Urenkelkinder und sechs Ururenkel. Er hat 99 wundervolle, gesegnete und lebhafte Jahre, mit wenig Schmerzen verbringen dürfen.

Ich möchte hiermit mein herzliches Beileid ausdrücken.